Phase II.

Sie haben schon wirklich ziemlich viel geblickt, lesen viel zum Thema Arbeit, verfolgen die aktuelle politische Lage recht gleichmäßig und fühlen sich in allzu vielen Meldungen darin bestätigt, dass hier etwas gewaltig schief liegt. Sie sind irgendwie entschlossen. Genau, »irgendwie« ist das Stichwort und macht sie langsam mürbe, wenn sich nicht bald mal was ändert. Aber wie denn? Wo sind denn alle? Und wenn ich jetzt was allein unternehme? Sie wollen kein Angsthase sein, sind »irgendwie« auch keiner, aber trotzdem sitzen sie weiter in der Wanne, obwohl das Badewasser längst kalt ist.

Kommentare (2)

Ich heiße Robert und wohne in Salzburg und bin mittlerweile 39 Jahre alt! Ich für meinen Teil bin seit Oktober wieder einmal auf Arbeitssuche, nachdem ich eineinhalb Jahre als Metallfacharbeiter beschäftigt war! Und bis auf Leihfirmen, die mir entweder absagen oder sich gar nicht zurückmelden, kommt arbeitsmässig gar nichts herum. Ab und an wird mir auch zum Vorwurf gemacht, dass ich schon sehr oft den Arbeitgeber gewechselt hätte! In den meisten Fällen konnte ich aber gar nichts dafür, weil immer wieder dort und da Personal abgebaut wurde! Bei einer Firma habe ich nach drei Jahren wegen Mobbing selbst gekündigt, weil ich es nicht mehr aushielt.
Der Punkt ist der, dass ich mittlerweile genug davon habe, mir immer wieder eine neue Stelle suchen zu müssen und danach nicht zu wissen, wie lange man die Stelle behalten kann! Aufgrund all dieser Zukunftssorgen habe ich auch noch keine Familie gegründet.
#1 - Robert W.
variante 1: ich lese mut- und lustmachende müßiggängerliteratur wie z.b. "how to be idle" oder "how to be free" von Tom Hodgkinson, oder aufklärung aller Marianne Gronemeyer "wer arbeitet sündigt", diskutiere mit freunden über das bedingungslose grundgehalt, bringe meinen chef dazu, dass er ein jobsharingmodell mit einer freundin auch für den betrieb als gewinn ansieht und arbeite erst mal zwei jahre mit weniger geld und viel mehr zeit für mich nur noch die halbe woche. die neugewonnene freiheit macht bock auf noch mehr, zumal ich keine einladung und verabredung von freuden mehr absage, weil ich von der arbeit zu müde wäre und mich endlich für mein politisch wichtigstes thema engagiere für eine bessere welt und lerne so noch mehr nette menschen kennen und brauche langsam einfach noch mehr zeit für die schönen und wirklich wichtigen dinge im leben. ich beginne also über den nächsten schritt nachzudenken, der mir noch mehr selbstbestimmtes leben erlaubt.... variante 2: eine freundin stirbt viel zu früh und schnell und alle freunde und bekannte beginnen tief betroffen zu reflektieren, warum ihnen ihr weg zum burn-out die letzten jahre wichtiger war, als das leben miteinander zu geniessen...das wasser ist jetzt also so kalt, dass ich mit beiden füßen aus der wanne will...
#2 - claudia p.
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