Journal

Der Kapitalismus ist pleite! Das Kapitalismustribunal tagt im Mai ‘16 in der Stadt Wien

Von Haus Bartleby

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Das ökonomische System, wie wir es kennen, hat keine Zukunft. Das internationale Kapitalismustribunal konstituiert ein faires Gerichtsverfahren, um aus dem Versagen des ökonomischen Systems zu lernen. Es findet statt in Wien von 01. Mai bis 12. Mai 2016. Im Wiener Passagen Verlag erscheint zeitgleich das Buch »Das Kapitalismustribunal – Zur Revolution der ökonomischen Rechte«.
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Das erste große WERK

Von Haus Bartleby

Ja

»It is not that WHO OUGHT TO DO THE TASK depends upon who can succeed in doing it; rather, it is that WHO CAN SUCCEED in doing it depends upon WHO OUGHT TO DO IT.«
– Alon Harel, Rechtsphilosoph und Verfassungsjurist an der Universität Jerusalem – Teilnehmer des europäischen Kapitalismustribunals, 01. Mai bis 12. Mai 2016

Das erste große WERK unserer Karriereverweigerung steht kurz bevor. Ein produktiver Generalstreik gegen den Schwachsinn. Wir sind dafür über Grenzen gegangen, haben uns dumme Anfeindungen von rechts angehört, sind bei gut bezahlten Linksfunktionärinnen abgeblitzt und haben euphorische Unterstützungszusagen und echte Mitstreiter gefunden. Wie immer eher aus überraschenden und differenzierten Regionen der Landkarten des Lebens. Weiterlesen ...

NICHTSTUN

Von Haus Bartleby

Unbekannt

Liebe Damen, liebe Herren, liebe Kinder,

es ist leichter gesagt als getan, das Nichtstun, aber immer eine gute Möglichkeit, wenn Sie in Trab versetzt werden sollen. Weiterlesen ...

SAG ALLES AB!

Von Hanna Mittelstädt

Buchpremiere mit dem Haus Bartleby, 19.9.2015 in Berlin, Eröffnungsrede

Edition Nautilus

Die Parole des Pariser Mai 68 „Ne travaillez jamais“ (Arbeitet nie!) hängt seit 1972 über meinem Schreibtisch, es ist ein Siebdruck aus einer politisierten Künstlerkommune in Bordeaux, die diese Plakate 1968 verklebt hat. Und einer von ihnen, der älteste, kam 1971 nach Hamburg und wurde einer der drei Verlagsgründer der Edition Nautilus. Er war in der Hinsicht vielleicht der strikteste von uns Dreien, im Hinblick auf Verweigerung. Verweigerung zu funktionieren, sich an ein System anzupassen, sei es konventioneller oder ökonomischer Art. Er lebte fast ohne Geld, bestand auf seiner Langsamkeit, seinem Eigensinn. Er fuhr eine klapprige Ente (einen 2 CV), von der man nie wusste, ob sie die 30 km-Strecke von Hamburg-Zentrum nach Hamburg-Bergedorf, wo der Verlag untergekommen war, schaffen würde, sei es, weil das Geld zum Tanken nicht gereicht hatte, sei es, weil notwendige Reparaturen nicht gemacht wurden. Die Verachtung gegenüber dem Kapitalismus schloss auch die Verachtung seiner Maschinen ein. Natürlich wollten wir uns ihren Regeln nicht unterwerfen! Weiterlesen ...

Artikel Vierzehn

Von Haus Bartleby

Erklärung der Menschenrecht 1948

+++ Artikel 14 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vom 10. Dezember 1948 legt dar: "Jeder hat das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgung Asyl zu suchen und zu genießen." +++

Das markiert den zivilisierten Mindeststandard, ausformuliert in einem sehr guten und zugleich ausgewogenen Text, der seither "State of the Art" ist. Dieser Text formuliert in 30 Artikeln die Grundrechte, die jeder einzelne lebende Mensch auf der Erde genießt.

Überall & immer & zugleich. Weiterlesen ...

FÜR DICH*

Von Haus Bartleby

Albrecht Dürer_Junger Hase

»Unsere Jugend ist heruntergekommen und zuchtlos. Die jungen Leute hören nicht mehr auf ihre Eltern. Das Ende der Welt ist nahe.«
(Keilschrifttext aus Ur um 2000 vor unserer Zeitrechnung) Weiterlesen ...

WARUM ES KEIN THEATER IST

Von Haus Bartleby

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Gespräch der beiden Anthropologen und Dramaturgen Hendrik Sodenkamp, 26, und Anselm Lenz, 35, über das Kapitalismustribunal. Transkription der Aufzeichnung: Charlotte Schadow. Weiterlesen ...

»Und? Jobmäßig?«

Von B.S.


smalltalk

Um mich herum herrscht immer noch die Auffassung, dass ein anständiger, gut ausgebildeter Mensch Arbeit hat und ansonsten unauffällig ist. „Und, jobmäßig? Was machst du gerade? Hat sich was ergeben? Was, du bist arbeitslos? Was machst du den ganzen Tag? Willst du nicht wenigstens Putzen gehen? N' paar Euro dazuverdienen, um was zu tun zu haben?“ Oder emotional: „Oje! Das muss ja furchtbar sein. Wie geht es dir?“ Als wäre man von einem anderen Stern oder hätte eine schwere Krankheit, die einem das Leben schwer macht. Weiterlesen ...

Im Auge des Betrachters

Von Mira Assmann

zappelphilipp

Was sich in diesen Zeilen aus „Zappelphilipp“ von Heinrich Hoffmann reimt und flüssig liest, klingt in der Realität eher verstimmt und lässt bitter aufstoßen. Nehmen wir einmal an, Philipp würde – repräsentativ für ca. 5 % der Kinder und Jugendlichen im Alter von 3 bis 17 Jahren in Deutschland, die derzeit als „betroffen“ gelten - zu einem Kinderpsychotherapeuten geschickt werden. Die Mutter hat ihm einen Termin gemacht, schließlich ist sie inzwischen zu Tische sprachlos und auch der Vater ist dafür, denn sein Missfallen findet kein Gehör bei dem Jungen. Nehmen wir also an, Philipp sowie seine Eltern und Lehrer hätten im diagnostischen Prozess zu Beginn der Therapie entsprechende Selbst- und Fremdbeurteilungsbögen ausgefüllt. Der Psychotherapeut hätte diese nach bestem Wissen und Gewissen mithilfe der Auswertungsmanuale und Zahlen der so genannten Normstichprobe ausgewertet und würde nun das Ergebnis verkünden, Philipp habe ADHS. Weiterlesen ...

Werk zum Sonntag

Aus dem Hause Bartleby

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Sehr geehrter Sonntag!

Wer was wann gesagt hat, ist den autoritären Charakteren immer wahnsinnig wichtig. Kaum sagst Du es, fragen sie: »Wer sagt das?« Natürlich nur, um das Ich, dass es ja gerade gesagt hat, nicht allzu ernst nehmen zu müssen. Überall scheinen den Kapitalisten des Geistes Bedrohungen ihres erstarrten Hochstatus' zu lauern. Weiterlesen ...

Das digitale imperative Mandat „Chez Icke“

von Godfrey Lawrence


Die Regisseurin Gesine Danckwart und der Medientechniker Can Elbasi haben mit „Chez Icke“ einen direktdemokratischen Störfaktor der Repräsentation erfunden. Heute ist ihr Avatar zu Gast im Berliner Think Tank „Haus Bartleby“. Weiterlesen ...

Freitag frei

Aus dem Haus Bartleby


Der Freitag wird künftig der zusätzliche freie Tag für alle sein - Freitag frei! Der Tag, an dem niemand zur Arbeit gezwungen wird, nichts Wichtiges passiert, der Müßiggang regiert und das Geld abgeschafft ist: Jeder Tausch wird frei sein, alles ist umsonst und nichts ist für immer!

Ballon-Hund Weiterlesen ...

Die totale Verflüssigung:
»Share Economy« als Wahn, Wille und Vorstellung

von Anselm Lenz


Der beliebte Begriff vom »Teilen« wird in der neoliberalen Kampfsprache für das Gegenteil missbraucht. Über die Pervertierung »Digitaler Revolutionen« im Gewand des »Sharings«.

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Großkupferte, Kleinmütige, Freunde und Mitstreiterinnen!

Aus dem Hause Bartleby


Mit unserer advokatorischen Lobby sind wir fast immer ziemlich optimistisch unterwegs, denn wir haben von fast allen Menschen letztlich eine hohe, hohe Meinung. (Auch wenn wir das aus Gründen der Distinktion manchmal nicht sagen.) Die Arbeit unseres Think-Tanks bezieht sich also auf die Verbesserung des menschlichen Lebens in einer unmittelbaren Zukunft. Warum? Weiterlesen ...

Do the Deathbed Test

Von Martin Nevoigt


Christian arbeitet in einer Führungsposition für eine Softwarefirma. Er hat ein eigenes ausladendes Büro, von dem aus er den Blick über die Innenstadt schweifen lassen kann. Von seinem Verdienst können er und sein Partner sich eine schicke Doppelhaushälfte in einer teuren Wohngegend leisten, mit perfekt abgestimmten Möbeln und einem kleinen Garten. Sein Job erlaubt ihm mehrere Urlaubsreisen im Jahr, die er nutzt, um zu den ausgefallensten Orten der Welt zu reisen. Christian sitzt nicht selten an seinem Schreibtisch und fühlt sich wie gelähmt. Er kommt sich dabei albern und verwöhnt vor, denn er hat doch alles. Manchmal legt Christian den Kopf auf den Tisch und weint leise vor sich hin. Weiterlesen ...

Inter machinas et homines

Von Andi Arbeit

Geworfen in eine deutsche Familie der unteren Mittelschicht; Kind fortschritts- und auch sonst gläubiger Leute, wird ein junger Mann heutzutage eher kein Geisteswissensschaftler; er wird Sozialaufstiegsingenieur. So auch ich. Ich spielte mit LEGO, während sich meine Eltern ein kleines Haus und über die Jahre eine beachtliche Serie an Neuwagen kauften, die sie sich durch ihre Arbeit redlich verdient hatten. Knoff Hoff war meine Lieblingssendung und gute Schulnoten waren eine Grundvoraussetzung für gute Stimmung. Eine Kleinstadtrealschule, eine Ausbildung mit Fachabitur und den Zivildienst später, war ich reif für die Fachhochschule und vollkommen orientierungslos.
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Nieder mit der Arbeit

Von André Thirion


Was wird nicht alles unternommen, um auf "proletarisch" zumachen. So verwechseln nicht wenige unserer kommunistischen Journalisten das Gebot, eine Sprache zu sprechen, die den Arbeitern nicht nur verständlich ist, sondern vor allem ihre Gedankenwelt wiedergibt, mit einer Art der Darstellung, einem abstrusen Arbeiterkult, der schon auf der Ebene der Beschreibung eine Karikatur auf die wirklichen Arbeiter ist. Weiterlesen ...

Frage? Gegenfrage!

Aus dem Hause Bartleby



Stellen Sie sich vor, Sie haben gegen alle Widerstände und jeden noch so angepassten Ratschlag eine Entscheidung gefällt. Ein Kampf war das, aber Sie sind raus. Zumindest die Entscheidung steht, also die, dass man hier in dieser Form und für diesen Preis nicht mehr mitmachen will, etwas Neues sucht, schon in Anteilen gefunden hat, aber solange weiter danach suchen will, bis sich wirklich wirklich wirklich etwas verändert hat. Doch sollte die Variante eines Erdlochs oder einer Kommune in der Einöde nicht Ihr Fall sein, weil Sie wollen ja hier und jetzt etwas verändern, werden Sie immer wieder jemandem begegnen, der mit Ihrer Haltung nichts am Hut hat. Dann kommen die Fragen, die jeder Abtrünnige kennt und hasst. Weniger weil sie nerven, sondern weil sie einen auf die Probe stellen. Und wer hat nicht schon die Erfahrung gemacht, im entscheidenden Moment, keine passende Antwort parat zu haben.

Hier nun ein Katalog mit Fragen und den entsprechenden Gegenfragen, die nicht sie ins Wanken bringen, sondern Ihr neugieriges Gegenüber.
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Karriere unser

Von Alix Faßmann


Herzlichen Glückwunsch! Ich gratuliere Ihnen zu Ihrem Beinbruch! Ein gerissenes Band am Knöchel oder einfach nur eine üble Zerrung tun es auch. Die Schmerzen werden schnell vergehen. Denn von nun an wird Ihnen jeder Schwung an den Gehhilfen wie ein Ereignis vorkommen. Denn das ist es. Glauben Sie mir. Sie glauben doch sonst so leicht und schnell. Oder wissen Sie eigentlich gar nicht mehr, woran es sich noch zu glauben lohnt. Na ja, zur Arbeit können Sie in Ihrem Zustand zumindest nicht humpeln. Das wäre nun wirklich unmenschlich. Sie funktionieren gerade nicht mehr. Das Schicksal hat Ihnen einen Knüppel zwischen die Beine geworfen. Ob Sie wollten oder nicht, jetzt ist die Gelegenheit endlich Ihrem Sein auf die Schliche zu kommen. Es bleibt Ihnen nichts anderes übrig. Sie sind zu langsam für die hetzende Routine da draußen. Weiterlesen ...

Das Angenehme am Mafia-Prinzip

Von Anselm Lenz


Der Mezzogiorno ist keinesfalls am Ende. Er braucht auch nicht »nur noch etwas länger« oder »mehr Geld aus Brüssel!«. Süditalien funktioniert anders. Und wird nochmal ein typisch sizilianisches Grinsen grinsen über unseren typisch deutschen Export-Schlager von Staat und Fortschritt. Nämlich dann, wenn uns der Laden mal wieder zusammenkracht. Weiterlesen ...