Das erste große WERK | Haus Bartleby

Das erste große WERK

Von Haus Bartleby

Ja

»It is not that WHO OUGHT TO DO THE TASK depends upon who can succeed in doing it; rather, it is that WHO CAN SUCCEED in doing it depends upon WHO OUGHT TO DO IT.«
– Alon Harel, Rechtsphilosoph und Verfassungsjurist an der Universität Jerusalem – Teilnehmer des europäischen Kapitalismustribunals, 01. Mai bis 12. Mai 2016

-lich liebe Teilnehmer dieser interessanten Technologie namens Facebook, die weitaus mehr kann, als Katzen- und Reptilienfotos zu verbreiten!

Das erste große WERK unserer Karriereverweigerung steht kurz bevor. Ein produktiver Generalstreik gegen den Schwachsinn. Wir sind dafür über Grenzen gegangen, haben uns dumme Anfeindungen von rechts angehört, sind bei gut bezahlten Linksfunktionärinnen abgeblitzt und haben euphorische Unterstützungszusagen und echte Mitstreiter gefunden. Wie immer eher aus überraschenden und differenzierten Regionen der Landkarten des Lebens.

In zweieinhalb Monaten beginnt The Capitalism Tribunal in Wien, der Stadt in der Mitte des europäischen Kontinentes mit Anklägerinnen, Arbeitern, Unternehmerinnnen, Landlords, Politfunktionären, Klimawissenschaftlerinnen, Ökonominnen und Juristen - und auch einigen bereits bekannten Philosophen und Diskutantinnen, darunter Saskia Sassen, Srecko Horvat, Alain Badiou, Graeme Maxton, Achille Mebembe, Louis Klein, Alon Harel u.v.a.m.

Wir stellen uns, wie in allen unseren Aktivitäten, einen guten Cocktail aus 'Neulingen', Arbeiterinnen, Citoyens aller Länder, interessanten und noch einigermaßen denk- und handlungsfähigen Menschen aus dem 'Mittelbau' Europas - und einigen intellektuellen Koryphäen vor.

Warum macht Ihr das?
Weil wir es können. Und weil es sinnvoll ist.

Was bringt Euch das?
Erkenntnisgewinn. Mit der Möglichkeit einer Lösung.

Was riskiert Ihr?
Die private Insolvenz. Denn willkommen im Sinne der derzeit gültigen Eigentums- und Machtverhältnisse (Karrieresystem / Meritokratie) sind wir nicht.

Was wird sichtbar werden?
Letzteres.

Ist es relevant?
Ja.

Was ist die Prämisse?
Menschen haben einen freien Willen. Sie können durch Übereinkunft entscheiden, unter welchen ökonomischen Regularien sie leben möchten, das betrifft auch Eigentums-, Mehrwert- und Zukunftsfragen.

Was wird das Ergebnis sein?
Antworten. Und ein neuer Gesetzestext.

Wem habt Ihr das alles zu verdanken?
Uns selbst, den überraschend vielen und (großteils) klugen und reflektierten Ankläger'innen auf capitalismtribunal.org. Unserer Karriereverweigerung. Einem Jahr unserer unbezahlten ARBEIT (Missverständnis beseitigt? - totale dysfunktionale Faulheit gibts woanders - vor dem Fernseher). Der Bereitschaft, die eigene bürgerliche Existenz abzustreifen. Und einigen wirklich engagierten Unterstützern wie etwa die Exekutive des Club of Rome, der ganz anders ist, als die linksliberale Folklore behauptet (die 'Die Grenzen des Wachstums' in den seltensten Fällen wirklich gelesen hat).

Um jetzt nicht schon vorab sentimental zu werden, schließlich beginnt die Durchführung dieses WERKES, von dem im Laufe des Menschenlebens EINES, mit viel Glück vielleicht derer ZWEI möglich sind, erst jetzt gerade.

Für alle die noch Zweifeln: GO! GO! GO!
Zum Schluss: Weiteres und Genaueres im kommenden Newsletter aus dem Haus Bartleby (das, bitte auch mal mitbekommen, kein Baumarkt ist).

-lichen Dank bzw. Bittesehr,

Haus Bartleby - Organisationsteam Kapitalismutribunal, Alix Faßmann, Anselm Lenz, Hendrik Sodenkamp, Fetewei Tarekegn, Joerg Petzold, Oliver Berg, dazu Can Elbasi, Alexander Stefes, Gesine Danckwart, Corinna Popp, Eva-Maria Bertschy, Angela Labea, Andreas Voigt, Batty Ndiaye, Andreas Hartmann, Martin Nevoigt, die Konferenzteilnehmer'innen zur Entwicklung der Prozessordnung im HKW, Potsdamer Konzil, Hans-Peter Müller, Freunde und professionelle Kollegen bei FluxFM, brut Wien, WERK X, Club of Rome, Passagen Verlag, agora42.