Journal
Haus Bartleby

WARUM ES KEIN THEATER IST

Von Haus Bartleby

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Gespräch der beiden Anthropologen und Dramaturgen Hendrik Sodenkamp, 26, und Anselm Lenz, 35, über das Kapitalismustribunal. Transkription der Aufzeichnung: Charlotte Schadow. Weiterlesen ...

Das digitale imperative Mandat „Chez Icke“

von Godfrey Lawrence


Die Regisseurin Gesine Danckwart und der Medientechniker Can Elbasi haben mit „Chez Icke“ einen direktdemokratischen Störfaktor der Repräsentation erfunden. Heute ist ihr Avatar zu Gast im Berliner Think Tank „Haus Bartleby“. Weiterlesen ...

Do the Deathbed Test

Von Martin Nevoigt


Christian arbeitet in einer Führungsposition für eine Softwarefirma. Er hat ein eigenes ausladendes Büro, von dem aus er den Blick über die Innenstadt schweifen lassen kann. Von seinem Verdienst können er und sein Partner sich eine schicke Doppelhaushälfte in einer teuren Wohngegend leisten, mit perfekt abgestimmten Möbeln und einem kleinen Garten. Sein Job erlaubt ihm mehrere Urlaubsreisen im Jahr, die er nutzt, um zu den ausgefallensten Orten der Welt zu reisen. Christian sitzt nicht selten an seinem Schreibtisch und fühlt sich wie gelähmt. Er kommt sich dabei albern und verwöhnt vor, denn er hat doch alles. Manchmal legt Christian den Kopf auf den Tisch und weint leise vor sich hin. Weiterlesen ...

Do the Deathbed Test

Von Martin Nevoigt


Christian arbeitet in einer Führungsposition für eine Softwarefirma. Er hat ein eigenes ausladendes Büro, von dem aus er den Blick über die Innenstadt schweifen lassen kann. Von seinem Verdienst können er und sein Partner sich eine schicke Doppelhaushälfte in einer teuren Wohngegend leisten, mit perfekt abgestimmten Möbeln und einem kleinen Garten. Sein Job erlaubt ihm mehrere Urlaubsreisen im Jahr, die er nutzt, um zu den ausgefallensten Orten der Welt zu reisen. Christian sitzt nicht selten an seinem Schreibtisch und fühlt sich wie gelähmt. Er kommt sich dabei albern und verwöhnt vor, denn er hat doch alles. Manchmal legt Christian den Kopf auf den Tisch und weint leise vor sich hin. Weiterlesen ...

Inter machinas et homines

Von Andi Arbeit

Geworfen in eine deutsche Familie der unteren Mittelschicht; Kind fortschritts- und auch sonst gläubiger Leute, wird ein junger Mann heutzutage eher kein Geisteswissensschaftler; er wird Sozialaufstiegsingenieur. So auch ich. Ich spielte mit LEGO, während sich meine Eltern ein kleines Haus und über die Jahre eine beachtliche Serie an Neuwagen kauften, die sie sich durch ihre Arbeit redlich verdient hatten. Knoff Hoff war meine Lieblingssendung und gute Schulnoten waren eine Grundvoraussetzung für gute Stimmung. Eine Kleinstadtrealschule, eine Ausbildung mit Fachabitur und den Zivildienst später, war ich reif für die Fachhochschule und vollkommen orientierungslos.
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Das Angenehme am Mafia-Prinzip

Von Anselm Lenz


Der Mezzogiorno ist keinesfalls am Ende. Er braucht auch nicht »nur noch etwas länger« oder »mehr Geld aus Brüssel!«. Süditalien funktioniert anders. Und wird nochmal ein typisch sizilianisches Grinsen grinsen über unseren typisch deutschen Export-Schlager von Staat und Fortschritt. Nämlich dann, wenn uns der Laden mal wieder zusammenkracht. Weiterlesen ...

Karriere unser

Von Alix Faßmann


Herzlichen Glückwunsch! Ich gratuliere Ihnen zu Ihrem Beinbruch! Ein gerissenes Band am Knöchel oder einfach nur eine üble Zerrung tun es auch. Die Schmerzen werden schnell vergehen. Denn von nun an wird Ihnen jeder Schwung an den Gehhilfen wie ein Ereignis vorkommen. Denn das ist es. Glauben Sie mir. Sie glauben doch sonst so leicht und schnell. Oder wissen Sie eigentlich gar nicht mehr, woran es sich noch zu glauben lohnt. Na ja, zur Arbeit können Sie in Ihrem Zustand zumindest nicht humpeln. Das wäre nun wirklich unmenschlich. Sie funktionieren gerade nicht mehr. Das Schicksal hat Ihnen einen Knüppel zwischen die Beine geworfen. Ob Sie wollten oder nicht, jetzt ist die Gelegenheit endlich Ihrem Sein auf die Schliche zu kommen. Es bleibt Ihnen nichts anderes übrig. Sie sind zu langsam für die hetzende Routine da draußen. Weiterlesen ...