March / 2015 -
Von Mira Assmann

Was
sich in diesen Zeilen aus „Zappelphilipp“ von Heinrich Hoffmann reimt und flüssig
liest, klingt in der Realität eher verstimmt und lässt bitter aufstoßen. Nehmen wir
einmal an, Philipp würde – repräsentativ für ca. 5 % der Kinder und Jugendlichen im
Alter von 3 bis 17 Jahren in Deutschland, die derzeit als „betroffen“ gelten - zu
einem Kinderpsychotherapeuten geschickt werden. Die Mutter hat ihm einen Termin
gemacht, schließlich ist sie inzwischen zu Tische sprachlos und auch der Vater ist
dafür, denn sein Missfallen findet kein Gehör bei dem Jungen. Nehmen wir also an,
Philipp sowie seine Eltern und Lehrer hätten im diagnostischen Prozess zu Beginn der
Therapie entsprechende Selbst- und Fremdbeurteilungsbögen ausgefüllt. Der
Psychotherapeut hätte diese nach bestem Wissen und Gewissen mithilfe der
Auswertungsmanuale und Zahlen der so genannten Normstichprobe ausgewertet und würde
nun das Ergebnis verkünden, Philipp habe ADHS.
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Tags: ADHS, Psychologie, Erziehung, Generation Y, Verwertung,/blog/files/tag--/